Geschichte der Schildkröte

30er Jahre

1936 wurde die “Schildkröte” von Frau Lotti am Kurfürstendamm 212 eröffnet. Der Name dieses Restaurants geht, laut Aussage des Neffen der ersten Inhaberin, auf deren große Leidenschaft für Schildkröten und Schmuck aus deren Panzer zurück.

Aus dem Eröffnungsjahr stammt noch die komplette Einrichtung und Ausstattung des Restaurants. Das neueröffnete Restaurant erfreute sich sehr schnell großer Beliebtheit.

Aus den Memoiren von O. E. Hasse geht hervor, dass die “Schildkröte” schnell zum Treffpunkt von Künstlern und Schauspielern wurde, was durch die unmittelbare Nachbarschaft zu vielen Theatern begünstigt wurde.

So schreibt O. E. Hasse in seiner Autobiographie: “Wir hatten in der Uhlandstraße eine Kneipe aufgetan - die “Schildkröte”. Da gab es die Lotti, eine prima Schlummermutter, die uns Schauspieler unter ihre Fittiche nahm. Das bürgerte sich so ein. Wir hatten unseren Spaß.”

50er Jahre

1945 wurde, trotz schwerer Bombenangriffe, die ganz Berlin in Schutt und Asche legten, das Haus Kurfürstendamm 212 nur leicht beschädigt, so dass die “Schildkröte” original erhalten geblieben ist.

Wann die “Schildkröte” in den Besitz von Herrn Walter Schlüter kam, kann nicht genau festgestellt werden. In dieser Zeit aber verkehrten in der “Schildkröte” u. a. Franz Josef Strauß, Hänschen Rosenthal, Dalida, Hans Albers und die Stars des Circus “Krone”. Mit dem Weggang von Walter Schlüter nach Amrum, wurde Hühner-Hugo, Herr Schumacher, neuer Eigentümer der “Schildkröte”. Aus dieser Zeit stammen noch die kleinen verspielten Butzelampen und die gemütliche, anheimelnde Atmosphäre des Restaurants. Herr Schumacher war ein großer Fan von Pferden. Aus diesem Grund ließ er an den Wänden des Restaurants alte Stiche und Gemälde von Pferden anbringen, die bis heute im vorderen Bereich und in der “Stube”, dem kleinen separaten Raum, zu bewundern sind.

Auch in dieser Zeit ist die “Schildkröte” ein beliebter Treffpunkt der Berliner Gesellschaft. Gene Hackman “verirrte” sich allerdings eher zufällig in die “Schildkröte”. 1965 weilte er zu Dreharbeiten für den Film “Der Spion, der aus der Kälte kam” in Berlin, logierte im noblen “Kempinski”. Nach einem anstrengenden Drehtag äußerte er den bescheidenen Wunsch nach 1 Liter frischer Milch. Doch konnte man ihm diesen Wunsch im Kempi nicht erfüllen. So machte er sich selbst auf die Suche und landete in der “Schildkröte” - dort wurde ihm natürlich geholfen.

60er Jahre

1977 übernahm das Ehepaar Mei die “Schildkröte”. Das Buntglasfester neben der Eingangstür wurde ausgebaut und an der hinteren Stirnwand des Restaurant wieder eingebaut und mit einer Hinterglasbeleuchtung versehen. Seitdem sitzen die Gäste im Eingangsbereich wie in einem “Schaufenster”, können auf die Straße schauen und, vor allem, werden gesehen. Im Sommer kann die Fensterfront komplett geöffnet werden, so dass der Eindruck einer luftigen Terrasse entsteht.

In den 80er Jahren gab es den legendären Künstlerstammtisch, der von Loni Heuser und Edith Schollwer ins Leben gerufen und organisiert wurde.

1989 verstirbt leider Herr Mei. Bernd Zeiser übernimmt am 01.01.1990 die “Schildkröte” und ist bis 2014 der Inhaber dieses beliebten, urberlinerischen Restaurants. In dieser Zeit wird das Lokal von Grund auf renoviert, der alte Tresen durch einen neuen ersetzt und die gesamte Polsterung der Stühle und Sitzbänke erneuert.

2014 wird Uwe Schild, der bereits erfolgreich das Erlebnisrestaurant “Tafelrunde” betreibt, der neue Inhaber der “Schildkröte”.

Zu den unzähligen Stammgästen jener Zeit gehörte auch Harald Juhnke, der sich regelmäßig vor der Vorstellung in der “Schildkröte” stärkte. Harald hat immer einen Tisch im hinteren Bereich des Restaurants bevorzugt, wo er ungestört zu Abend aß, ab und zu den Kellner nach der Urzeit fragte, um pünktlich 20.00 Uhr auf der Bühne einer der Ku´damm-Theater zu stehen.

Während der letzten Jahre entwickelt sich das Restaurant zu einem beliebten Treffpunkt der Berliner und unzähliger ausländischer Touristen. So kann man nordeuropäische Lebensfreude, südeuropäisches Temperament, asiatische Tischkultur und die typische Berliner “Schnauze” in der “Schildkröte” live erleben.

Die “Schildkröte” hatte in ihrer über 70-jährigen Geschichte nur wenige Besitzer, war immer im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Geschehnisse in der westlichen City Berlins, doch das Flair dieser Berliner Institution wurde immer bewahrt, bis heute.

Info

täglich geöffnet
von 11:30 bis 24:00

Restaurant Schildkröte
Kurfürstendamm 212
10719 Berlin

Telefon: +49 (0)30 881 67 70
Telefax: +49 (0)30 631 81 61
E-Mail: schildkroete@t-online.de

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Prominenz


Viele Prominente, Politiker, Künstler und Schauspieler sind in der Schildkröte bis zum heutigen Tag ein und aus gegangen. Unzählige Bilder, Fotos und Autogramme an den Wänden erinnern an große Persönlichkeiten, wie z.B.:

Otto Krembach und sein Orchester,
Sepp Herberger und die damalige Fußballnationalmannschaft,
Prinz Wilhelm Karl von Preussen,
Hans Albers,
Hans (Hänschen) Rosenthal,
Johannes Heesters,
Harald Juhnke,
Friedrich Schönfelder,
Peer Schmidt,
Wolfgang Völz,
Amanda Lear,
Simone Thomalla,
Claus Biederstaedt,
Klaus Dahlen,
Walter Gruhner,
Klaus Wilke,
Edith Schollwer,
Jochen Busse,
Markus Majowski,
Herbert Weißbach,
Georg Thomalla,
Brigitte Grothum,
Anita Kupsch,
Goetz Kronberger,
Frank Zander,
Bert Breel,
Elisabeth Volkmann,
Karin Baal,
Julia Biedermann,
Harald Dietl,
Heino,
Götz George,
Hans-Jürgen Bäumler
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